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Vortragsreihe Lehrerbildung | Netzwerk am Donnerstag

Vielfalt im Lehrerzimmer: Blick über den Tellerrand. Eine Kooperationsveranstaltung des ZLB, IDEAS und Spannungsfeld Inklusion.
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Foto: freepix

Von der Vorstellung von Schulkonzepten über Gender in der Bildung bis hin Lehrer:innengesundheit vereint die Vortragsreihe Lehrer:innenbildung im Wintersemester 2022/23 die Bandbreite aktueller Themen in der Jenaer Lehrer:innenbildung. Wir freuen uns auf einen regen Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren und Beteiligten der Lehrer:innenbildung. Lehrpersonen, Schulleitungen, Studierende und Lehramtsanwärter:innen ebenso wie Hochschuldozierende und -forschende, Vertretungen aus den Ministerien, Schulämtern und Studienseminaren sowie dem ThILLM sind herzlich eingeladen, gemeinsam an zehn Donnerstagnachmittagen institutionsübergreifend aktuelle Fragen, Handlungsoptionen und Perspektiven der Thüringer Lehrer:innenbildung zu diskutieren.

Die Treffen finden immer donnerstags von 16:30 Uhr bis 18:00 Uhr digital statt.

Anmeldung zu den Veranstaltungen

Eine Anmeldung ist ab sofort hier möglich.

Information

ThILLM Nummer: 5094-77-1059/22

Programm in der Übersicht

03.11.2022 | Schulkonzepte Eintrag erweitern

Welche Schule passt zu mir?

Es stellen sich vor:

Staatliche Regelschule, Heimbürgeschule Kahla
Staatliche Gemeinschaftsschule, Kaleidoskop Jena

Wir verfolgen mit dieser Veranstaltung, die wir gemeinsam mit den Expertinnen und Experten der angekündigten Schulen gestalten, das Ziel, angehende Lehrkräfte darüber zu informieren, welche besonderen Möglichkeiten und berufliche Chancen sich durch die Arbeit an diesen Schulformen, eröffnen.

Nach einer kurzen Vorstellung der Schulen und ihrer Konzepte haben Sie die Möglichkeit, in Break-Out-Sessions miteinander ins Gespräch zu kommen, nachzufragen, zu diskutieren und sich anstecken zu lassen von der Arbeit der Lehrkräfte an einer dieser Schulen.

10.11.2022 ABSAGE | Schule im Spannungsfeld von Inklusion und Leistungsgesellschaft Eintrag erweitern

Dieser Vortrag entfällt.

24.11.2022 | Gender, queer, Diversity – ein Thema für die Schule! Ideen für die Gestaltung eines diversitätssensiblen (Fremdsprachen-)Unterrichts Eintrag erweitern

Charlotte Kaiser, Universität Trier

In diesem interaktiven Vortrag werden wir uns damit auseinandersetzen, wie Lehrkräfte ihren Unterricht in Bezug auf geschlechtlich-sexuelle Vielfalt diversitätssensibel gestalten können. Diversitykompetenz als Schlüsselkompetenz bezeichnet einen wertschätzenden und antidiskriminierenden Umgang mit Vielfalt. Auch und besonders in Bildungskontexten ist ein solcher Umgang mit Diversität bedeutsam, denn für Jugendliche ist geschlechtlich-sexuelle Vielfalt mittlerweile ein selbstverständlicher Bestandteil ihrer Lebenswelt. Häufig sind (angehende) Lehrkräfte jedoch unsicher, wie genau ein diversitätssensibler Unterricht aussehen kann und ihnen fehlt grundlegendes Wissen zu Themen der Gender und Queer Studies. Gleichzeitig geht es bei Diversitätskompetenz nicht nur um diskriminierungssensiblen Unterricht, sondern auch maßgeblich um die intrinsische Motivation der Lernenden, denn nur, wenn sie sich gesehen und verstanden fühlen, werden sie auch engagiert am Unterricht mitwirken. Ein diversitätssensibler Sprachunterricht kann die Kommunikationsbedürfnisse der Schüler*innen besser berücksichtigen und ihnen so den Lebensweltbezug und den Nutzen der Fremdsprache verdeutlichen. Wie Lehrkräfte die Motivation fördern und dieses Ungleichgewicht zwischen tradierter Sprachverwendung und Sprachentwicklung im Sinne der gesellschaftlichen Diversifizierung abschwächen können, werden wir unter anderem gemeinsam in der Veranstaltung erarbeiten.

Zunächst werde ich eine kurze Einführung in das Thema geschlechtlich-sexuelle Vielfalt geben und grundlegende Begriffe klären. Anschließend werden wir diskutieren, wie Gender, Queerness und in einem intersektionalen Verständnis von Diversität auch ihre anderen Dimensionen fächerübergreifend einen angemessenen Raum im Unterricht einnehmen können. Abschließend werden wir praktische Umsetzungsmöglichkeiten anhand von beispielhaften Fällen für den Fremdsprachenunterricht der Fächer Englisch, Französisch und Spanisch erarbeiten. Ziel ist es, dass alle Teilnehmenden grundlegende Kenntnisse zu Konzepten der geschlechtlich-sexuellen Identität sowie einige konkrete Strategien für die eigene (zukünftige) Unterrichtspraxis aus der Veranstaltung mitnehmen.

08.12.2022 | Gender und Heteronomativität: Die Bildung von Safe-Spaces durch Kultur und Übersetzung. Eintrag erweitern

Prof. Antonio Lérida Muñoz (él/he/him) ,Universidad Pablo de Olavide (Sevilla)

Die (cis)Heteronormativität diktiert nicht nur unserer Gesellschaft (Verhaltens-)Normen, sondern behindert auch die freie Entfaltung und den Ausdruck sexueller und geschlechtlicher Andersartigkeit in allen Bereichen, insbesondere im Bildungsbereich.

Der spanische Staatsverband Federación de lesbianas, gays, transexuales y bisexuales prangerte bereits 2016 an, dass “die Hälfte der jungen LGTB unter [irgendeiner Art von] Belästigung im Klassenzimmer leiden", ein Phänomen, auf das weder SchülerInnen/Studierende noch DozententInnen in der Regel reagieren können, da es an Strategien fehlt, um diese Belästigungen zu erkennen, zu bewerten und zu beenden. Im Vortrag sollen passende Strategien diskutiert werden, die den ZuhörerInnen bei der Identifikation solcher Phänomene sowie der Reaktion darauf helfen sollen.

Hybridvortrag (Präsenz SR 309, C.-Z.-Str. 3 und online)

 https://uni-jena-de.zoom.us/j/63150900654

Meeting-ID: 631 5090 0654
Kenncode: IDEAS

15.12.2022 | Wie inklusiv ist meine Praktikumsschule? Ein Instrument zur Wahrnehmung und Reflexion des Umgangs mit Heterogenität in der Schulpraxis Eintrag erweitern

Praxisphasen im Lehramtsstudium sind „wertvolle Lerngelegenheiten, die es gezielt vor dem Hintergrund einer Pädagogik der Vielfalt zu gestalten gilt“ (Hascher & de Zordo, 2015, 165). Die Entwicklung von Kriterien zum konstruktiven Umgang mit Heterogenität und die eigene Gestaltung von heterogenitätssensiblem Unterricht können in Praxisphasen systematisch angeleitet und begleitet werden. Im QLB-Projekt „Fit für Inklusion“ (Greiner & Kracke, 2018) wurde ein „Beobachtungs- und Reflexionsbogen Schulpraktikum“ entwickelt, der die Systematisierung und Reflexion der eigenen Praxiserfahrungen in Bezug auf den Umgang mit Heterogenität auf Schul- und Unterrichtsebene unterstützen soll. Im laufenden "Isi-Projekt" wird der Beobachtungsbogen evaluiert und weiterentwickelt. Zur Professionalisierung angehender Lehrkräfte wird der Beobachtungsbogen als didaktisches Mittel in den Begleitseminaren Pädagogische Psychologie während des 18-wöchigen Praktikums an einer Schule im 5. Semester eingesetzt. Anhand der Beobachtungsschwerpunkte sollen die Lehramtsstudierenden eine Schule als komplexes Mehrebenensystem begreifen lernen und Impulse für Handlungsansätze zur Bewältigung verschiedener Situationen bekommen. Der Bogen dient als Basis für einen angeleiteten Austausch im Seminar über zentrale Kriterien für gelingende Inklusion und unterschiedliche Schulkulturen. Im Beitrag werden erste quantitative und qualitative Auswertungen des Beobachtungsbogen zu den Wahrnehmungen der Studierenden zur Inklusivität der Praktikumsschulen und des eigenen Unterrichts und zu selbstgesetzten individuellen Lernzielen für das weitere Studium vorgestellt.

Greiner, F. & Kracke, B. (2018). Fit für Inklusion?! Entwicklung und Erprobung curricularer Bausteine für das Lehramtsstudium. In I. Winkler, A. Gröschner & M. May (Hrsg.): Lehrerbildung in einer Welt der Vielfalt. Befunde und Perspektiven eines Entwicklungsprojekts. Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt, 150-166. DOI: 10.25656/01:16120 

Hascher, T. & de Zordo, L. (2015). Praktika und Inklusion. In Häcker, T. & Walm, M. (Hrsg.): Inklusion als Entwicklung. Konsequenzen für Schule und Lehrerbildung. Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt, 165-184.

12.01.2023 | Gesundheit im Lehrer:innenberuf Eintrag erweitern

Weitere Informationen folgen zeitnah.

19.01.2023 | From Rejection to Identification: Holocaust Education in Israel (1950s-2020s) Eintrag erweitern

Dr. Dan Porat, Hebrew University of Jerusalem

After the deceleration of independence of the State of Israel in 1948, thousands of Holocaust survivors arrived in the newly established country. When they arrived in Israel, however, locals did not want to hear about their trauma or learn about their suffering. In Israel's education system, the Holocaust was an unwelcome topic. It was only after the 1967 Six Day War that a gradual change in the treatment of the Holocaust in Israel’s education system began, a change that culminated with Israelis today viewing the Holocaust as a cornerstone in their national identity, an event that they believe cannot and should not be compared to any other kind of Genocide. The lecture will discuss the reasons behind the changing attitudes in Israeli society and the education system toward the memory of the Holocaust.  

26.01.2023 | Schule im Spannungsfeld von Inklusion und Leistungsgesellschaft Eintrag erweitern

Prof. Dr. Conny Melzer (Universität Leipzig, Institut für Förderpädagogik)

Schulische Inklusion in der Lehrer:innenbildung

02.02.2023 | Bildungsaufgabe in einer Migrationsgesellschaft: Kultur- und Religionssensible Bildung Eintrag erweitern

Fahed Al-Janabi M.A. & Dr. Sungsoo Hong, Universität Jena

Die Arbeitsstelle Kultur- und Religionssensible Bildung (KuRs.B) geht von der Grundannahme aus, dass Kinder und Jugendliche in ihren persönlichen, familiären und lebensweltlichen Kontexten sowie in sozio-ökonomischer, kultureller und religiös-weltanschaulicher Hinsicht vielfältig sind. Es ist eine gemeinsame pädagogische Aufgabe, auf ihre vielfältigen und komplexen Lebenslagen und auch individuellen Bildungsbedürfnisse reflektiert und sensibel einzugehen. Mit dieser Zielsetzung werden zwei Projekte durchgeführt, die jeweils unterschiedliche Schwerpunkte sowie Zielgruppe haben: pädagogische Fachkräfte zum einen sowie Eltern mit Migrationserfahrung zum anderen.

Das Projekt „Vielfalt gestalten – Chancen ermöglichen“ macht es sich zur Aufgabe, durch vielfältige Weiterbildungsangebote pädagogische Fachkräfte in ihrer Wahrnehmung und ihrem Umgang mit kultureller und religiöser Vielfalt zu unterstützen. Zentral ist dabei, die Sensibilität der pädagogischen Fachkräfte gegenüber der kulturellen und religiösen Vielfalt in unserer Gesellschaft zu stärken.

Das Projekt „Uns Miteinander Stärken“ richtet sich an Familien mit Flucht-/Migrationserfahrung, deren Kinder Kindertageseinrichtungen und/oder Schulen in Jena-Lobeda besuchen. Mit einem mehrmonatigen Mütterworkshop, der in Zusammenarbeit mit der Stadt Jena durchgeführt wird, zielt das Projekt auf die Stärkung der Erziehungs- und Sprachkompetenzen ab. Zudem sollen die Bildungspartnerschaften zwischen zugewanderten Eltern und den Bildungseinrichtungen ihrer Kinder gefördert werden. Empowerment sowie eine Ressourcen- und Sozialraumorientierung sind dabei die grundlegenden konzeptionellen Eckpfeiler.

Im Vortrag werden Konzepte, wesentliche Erfahrungen bei der Projektendurchführung sowie Forschungsergebnisse aus der wissenschaftlichen Begleitung beider Projekte präsentieren, um anschließend gemeinsam über die Bildungsaufgaben in unserer Migrationsgesellschaft zu diskutieren.

09.02.2023 | QLB-Kolloquium Eintrag erweitern

Weitere Informationen folgen zeitnah.