leerer Hörsaal mit Fokus auf Mikrophon

Vortragsreihe Lehrerbildung | Talk for IDEAS

Bildungsaufgabe in einer Migrationsgesellschaft: Kultur- und Religionssensible Bildung
leerer Hörsaal mit Fokus auf Mikrophon
Foto: Jan-Peter Kasper (Universität Jena)
Beginn
Ende
Veranstaltungsarten
Interessierte
Studierende
Vortragsreihe
Veranstalter
Veranstaltungssprache
Deutsch
Veranstaltungswebseite
Barrierefreier Zugang
ja
Öffentlich
ja
Anmeldung erforderlich
ja

Fahed Al-Janabi M.A. & Dr. Sungsoo Hong, Universität Jena

Die Arbeitsstelle Kultur- und Religionssensible Bildung (KuRs.B) geht von der Grundannahme aus, dass Kinder und Jugendliche in ihren persönlichen, familiären und lebensweltlichen Kontexten sowie in sozio-ökonomischer, kultureller und religiös-weltanschaulicher Hinsicht vielfältig sind. Es ist eine gemeinsame pädagogische Aufgabe, auf ihre vielfältigen und komplexen Lebenslagen und auch individuellen Bildungsbedürfnisse reflektiert und sensibel einzugehen. Mit dieser Zielsetzung werden zwei Projekte durchgeführt, die jeweils unterschiedliche Schwerpunkte sowie Zielgruppe haben: pädagogische Fachkräfte zum einen sowie Eltern mit Migrationserfahrung zum anderen.

Das Projekt „Vielfalt gestalten – Chancen ermöglichen“ macht es sich zur Aufgabe, durch vielfältige Weiterbildungsangebote pädagogische Fachkräfte in ihrer Wahrnehmung und ihrem Umgang mit kultureller und religiöser Vielfalt zu unterstützen. Zentral ist dabei, die Sensibilität der pädagogischen Fachkräfte gegenüber der kulturellen und religiösen Vielfalt in unserer Gesellschaft zu stärken.

Das Projekt „Uns Miteinander Stärken“ richtet sich an Familien mit Flucht-/Migrationserfahrung, deren Kinder Kindertageseinrichtungen und/oder Schulen in Jena-Lobeda besuchen. Mit einem mehrmonatigen Mütterworkshop, der in Zusammenarbeit mit der Stadt Jena durchgeführt wird, zielt das Projekt auf die Stärkung der Erziehungs- und Sprachkompetenzen ab. Zudem sollen die Bildungspartnerschaften zwischen zugewanderten Eltern und den Bildungseinrichtungen ihrer Kinder gefördert werden. Empowerment sowie eine Ressourcen- und Sozialraumorientierung sind dabei die grundlegenden konzeptionellen Eckpfeiler.

Im Vortrag werden Konzepte, wesentliche Erfahrungen bei der Projektendurchführung sowie Forschungsergebnisse aus der wissenschaftlichen Begleitung beider Projekte präsentieren, um anschließend gemeinsam über die Bildungsaufgaben in unserer Migrationsgesellschaft zu diskutieren.