Puzzleteile

ZLB: NETZWERK AM DONNERSTAG

Eine digitale Veranstaltungsreihe für die ganze Lehrerbildung
Puzzleteile
Foto: pixabay
Beginn
15. Oktober 2020, 16:30 Uhr
Ende
04. Februar 2021, 18:00 Uhr
Veranstaltungsart
Fort- und Weiterbildung
Veranstalter
Ansprechpartner
ZLB
Carolin Barthel
Telefon
+49 3641 9-401700
Veranstaltungssprache
Deutsch
Barrierefreier Zugang
ja
Öffentlich
ja

Ausgehend von der Grundannahme, dass Lehrerbildung eine gemeinsame Aufgabe der Profession ist, werfen wir ein besonderes Augenmerk auf das fortschreitende Lernen von Lehrpersonen: Idealerweise unterstützen Lehrpersonen mit unterschiedlich ausgewiesener Expertise einander.

Um die eigenen Profession engagiert weiterentwickeln zu können, erscheint es uns sinnvoll, Netzwerke von routinierten und experimentierfreudigen Lehrpersonen unterschiedlicher Fachrichtungen mit professionellen „Neulingen“ aus Studienseminaren, lehrerbildenden Hochschulen, neuerdings auch aus ursprünglich nicht-lehramts-bezogenen Studienrichtungen sowie förderpädagogisch arbeitende Lernbegleitungen zu fördern und zu unterstützen.

Wir laden Sie, die Professionellen in allen Ausbildungsständen zum Lehrerberuf,
herzlich zu einer Reihe von digitalen Veranstaltungen ein.

Wir treffen uns an sieben Donnerstag-Nachmittagen im Wintersemester 2020/21 „im Netz“ und wünschen uns einen regen Austausch unterschiedlicher Rollenträger: Lehrpersonen, Schulleitungen, Studie­rende und Lehramtsanwärter/innen, Hochschuldozierende und -forschende, Vertretungen aus den Ministerien, Schulämtern und Studienseminaren sowie dem ThILLM.

In den Zoom-Meetings werden institutionsübergreifend aktuelle Fragen, Handlungsoptionen und Perspektiven der Thüringer Lehrerbildung gemeinsam bearbeitet

Programmbroschüre zum download [pdf, 3 mb]

Hinweis

Anmeldung ab jetzt möglich.

Wir bitte um Anmeldung, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

Programm Wintersemster 2020/21

15.10.2020 | Ausbildung der Ausbilder Inhalt einblenden

FLORIAN HESSE & MAYA ZASTROW | FSU JENA | ZLB

Die Verbesserung der Unterrichtsqualität ist ein zentrales Ziel der Lehrerbildung. Auch das Praxissemester (Uni Jena) und das komplexe Schulpraktikum (Uni Erfurt) sollen diesen Prozess unterstützen. Studierende erhalten dabei die Möglichkeit, über ein Semester hinweg an einer Ausbildungsschule fremden Unterricht zu beobachten und erste eigene Unterrichtsversuche durchzuführen. Ihre Erfahrungen sollen sie vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Theorien reflektieren. Dies gilt auch für Lehramtsanwärter/innen im Vorbereitungsdienst. Um entsprechende Reflexionsprozesse zu befördern, braucht es eine professionelle Lernbegleitung und Feedbackkultur auch auf Seiten der begleitenden Lehrpersonen an Schulen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben demgegenüber aber gezeigt, dass sich Lehrpersonen nur selten auf diese Aufgabe vorbereitet fühlen.

Das Projekt Ausbildung der Ausbilder (AUAU) setzt an diesem Punkt an und unterstützt Lehrer/innen, die Studierende im schulischen Teil des Praxissemesters sowie Lehramtsanwärter/innen im Vorbereitungsdienst begleiten. In drei Ausbildungsmodulen (Strukturierte Beratungsgespräche, Unterrichtsdiagnostik, Ko-Konstruktives Unter-richtscoaching) wird versucht, eine die Unterrichtsqualität fördernde Feedbackkultur für die Professionalisierung von Lehramtsstudierenden und Lehramtsanwärter/innen zu stärken.

Unser Themenraum richtet sich insbesondere an Lehrpersonen, die bereits als fachbegleitende/r Lehrer/in bzw. Verantwortliche/r für Ausbildung (VfA) tätig sind bzw. in Zukunft eine dieser Aufgaben übernehmen werden, sowie an alle weiteren Personen, die sich für das Thema Lernbegleitung interessieren. Gemeinsam wollen wir vor dem Hintergrund Ihrer eigenen Erfahrungen diskutieren, wie die Lernbegleitung von Studierenden zukünftig noch besser gestaltet werden kann. Zu diesem Zweck wollen wir auch das von uns neu entwickelte Fortbildungsmaterial vorstellen und hinterfragen, inwiefern es mit Ihren Vorstellungen guter Lernbegleitung korrespondiert und wo Potenziale zur Weiterarbeit bestehen.

19.11.2020 | Zukunft Schule - Learning von Utopia Inhalt einblenden

MYRLE DZIAK-MAHLER | UNIVERSITÄT ZU KÖLN | ZENTRUM FÜR LEHRER/INNENBILDUNG

Wie werden wir in Zukunft lernen? Schule befindet sich im Wandel. Die digitale Transformation, die sozialen und wirtschaftlichen Umbrüche und komplexen gesellschaftlichen und bildungs-politischen Probleme fordern auch Lehrer/innen und Schüler/innen heraus. Um diese Entwicklungsprozesse und das „System Schule“ zukünftig mitgestalten zu können, braucht es Veränderungen und flexible, offene, partizipative und kollaborative Konzepte und Modelle – und veränderungsbereite Menschen.

Eine Stärkung der digitalen Bildung spielt für diese Prozesse eine fundamentale Rolle. Die Digitalisierung oder ein Digitalpakt Schule alleine sind jedoch keine Allheilmittel. Sie wirken vielmehr als Verstärker, die sowohl die Chancen als auch Risiken aktueller Entwicklungen und Trends verdeutlichen.

PASSEN UNSERE SCHULEN NOCH ZU UNSEREN SCHÜLER/INNEN?

Schule muss ein Ort ganzheitlicher Bildung werden. Dazu wird sich Schule komplett verändern und ganz neu gedacht werden müssen. Das Auflösen von Fächern gehört möglicherweise ebenso dazu wie das Arbeiten in multiprofessionellen Teams und die konsequente Individualisierung von Lernprozessen. Schule muss aber auch den gesellschaftlichen
Konsens fördern. Vielleicht muss sie sich in einer zunehmend diversen Gesellschaft stärker als bisher auf ihren Erziehungsauftrag konzentrieren, um ein gemeinsames zivilisatorisches Wertefundament herzustellen. Kinder und Jugendliche zu verant-wortlichen Mitgliedern der Gesellschaft heran-zubilden, entscheidet über ihre – und damit unsere – Zukunft.

DENKRICHTUNG ÄNDERN - VON DER ZUKUNFT HER DENKEN

Schule muss für diese Zukunft fit machen. Wir müssen uns darüber verständigen, was die
Schüler/innen am Ende ihrer Schulzeit können müssen, um in einer digital transformierten Gesellschaft zurechtzukommen und zu Mitgestaltern derselben werden.

Damit wir die richtigen Weichen für die Zukunft stellen, hilft die Vorstellung, wie unsere Gesellschaft beispielsweise im Jahr 2030 aussehen könnte und was wir hätten tun müssen, damit junge Menschen diese Zukunft nicht nur bewältigen, sondern als „Leading Generation“ aktiv gestalten können.

In Zukunft brauchen wir andere Bedingungen an den Schulen und auch an den Hochschulen, an denen unsere angehenden Lehrkräfte studieren. Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir ganz anders unterrichten werden müssen.

03.12.2020 | Wie Inklusiv ist meine Schule? Inhalt einblenden

FRANZISKA GREINER & BÄRBEL KRACKE | FSU JENA | LEHRSTUHL PÄDAGOGISCHE PSYCHOLOGIE

"Eine inklusive Schule braucht keine Schüler/innen mit Behinderung." Aussage eines Studenten im Lehramt der FSU.

Woran erkennt man, ob eine Schule inklusiv ist? Zeichnen sich inklusive Schulen durch räumliche Barrierefreiheit oder eine bestimmte Anzahl an Sonderpädagoginnen und -pädagogen aus? Gibt es Besonderheiten in der Unterrichtsgestaltung oder in der Arbeit mit Eltern?

Derartige Fragen fokussieren wir im Themenraum unter dem Titel "Wie inklusiv ist meine Schule?". Dazu möchten wir ein Instrument zur systematischen Erfassung inklusionsrelevanter Merkmale auf Schul- und Unterrichtsebene vorstellen. Den theoretischen Hintergrund dieses Instruments bilden v. a. die Ausführungen von Borsch (2018), Moser (2013) und Reich (2014).

Die Arbeit mit dem Instrument soll dabei helfen, eine analytische Distanz zu eigenen Erfahrungen und Beobachtungen einzunehmen.

Indem "Stellschrauben" von Schul- und Unterrichtsentwicklung sichtbar gemacht werden, können (neue) Handlungsoptionen zur Bewältigung verschiedener Situationen ausgelotet werden.

Der Themenraum bietet die Möglichkeit, die eigene Schulpraxis unter inklusionsrelevanten Gesichtspunkten (erneut) zu reflektieren und in einer offenen Atmosphäre neue Ideen für eine inklusive(re) Gestaltung der eigenen Schule zu entwickeln.

21.01.2021 | Von Argentinien bis Ozeanien - Internationale Schulwirklichkeit Inhalt einblenden

SIEGLINDE SPATH | FSU JENA | ZLB

Der Themenraum wird mit einem kurzen Impulsvortrag zu Rahmenbedingungen, Betreuungskonzept und bisherigen Erfahrungen aus der Koordination des Praxissemesters im Ausland (PSA) eröffnet. Im Anschluss an die Kurzpräsentation gewähren Alumni-Erfahrungsberichte einen persönlicheren Einblick in ihre professionelle Entwicklung während des Auslandsaufenthalts.

DAS PRAXISSEMESTER IM AUSLAND ALS CHANCE ZUR INTERKULTURELLEN SENSIBI-LISIERUNG ZUKÜNFTIGER LEHRKRÄFTE

Das PSA bietet für Lehramtsstudierende der Universität Jena die Möglichkeit, sowohl andere Schulkulturen und neue didaktische Zugänge zu Fachinhalten als auch den inter- und transkulturell geprägten Unterrichtsalltag an einer Schule im Ausland kennenzulernen.

ZIELGRUPPE

Die Teilnehmer/innen der Veranstaltung sind eingeladen, Potenziale und Herausforderungen eines praxisbezogenen Auslandsaufenthalts zu diskutieren, aber auch die Transfermöglichkeiten in den zunehmend kulturell heterogenen Schulkontext in Deutschland kritisch zu beleuchten. Neben den Akteuren der unterschiedlichen Lehrerbildungsinstitutionen, Lehrkräften im Schuldienst und Lehramtsstudierenden ist die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen, sich im Themenraum zur praktischen Umsetzung der Internationalisierungsstrategien in der Lehramtsausbildung auszutauschen.

04.02.2021 | Vielfalt im Klassenzimmer: Chance für die Unterrichtsgestaltung Inhalt einblenden

ANDREA BETHGE | ThILLM

Die Unterschiedlichkeit und Verschiedenheit der Schülerinnen und Schüler wird von den Professionellen unterschiedlich aufgenommen und unterschiedlich konnotiert. Dies widerspiegelt sich in den verschiedenen Betrachtungs- und Herangehensweisen an diese Thematik ebenso wie in den Gesprächen im Lehrerzimmer oder innerhalb der Kommunikation zwischen fachbegleitenden Lehrkräften, Lehramtsanwärter/innen sowie Fachleiter/innen. Die verschiedenen Sichtweisen treffen hier aufeinander. Insbesondere wird die Unterschiedlichkeit der Heranwachsenden nicht immer als Chance für die Unterrichtsgestaltung gesehen - eine Sichtweise, die vorrangig jenen, die sich konstruktiv dem Thema stellen wollen, ohne schon alle Antworten zu kennen, zu schaffen macht.

In diesem Themenraum soll deshalb der Frage nachgegangen werden, wie es noch besser gelingen kann, Vielfalt, aber auch die Verschiedenheit der Sichtwiesen als Chance für die Unterrichtsgestaltung und das eigene Lernen anzusehen sowie eine begründete, nachvollziehbare Argumentation diesbezüglich zu stärken.

Anhand ausgewählter Inhalte, Rückmeldungen und Eigenleistungen von Teilnehmer/innen an einem Qualifizierungsangebot, dem Basiskurs "Didaktik und Unterrichtsentwicklung in heterogenen Lerngruppen" des Qualifizierungskonzeptes "Inklusive Bildung" des ThILLM wird dargestellt, wie die Vielfalt im Klassenzimmer als Ressource für das Lernen im Klassenraum von den Teilnehmenden sukzessive für das Lernen aller nutzbar gemacht wurde und wird. Neben ausgewählten Rückmeldungen der Teilnehmenden werden die Inhalte sowie die in dem benannten Basiskurs im Hinblick auf eine inklusionsorientierte Unterrichtsgestaltung erwerbbaren Kompetenzen transparent gemacht sowie Erfahrungen einzelner thematisiert.

Quasi als Fazit dieser Erfahrungen soll der Themenraum Gelegenheit zum themenbezogenen, inklusionsorientierten, phasenübergreifenden Austausch bieten, um insbesondere Lern- und Lehrprozesse von Lehramtsanwärter/innen sowie fachbegleitenden Lehrkräften langfristig zu unterstützen.

Diese Seite teilen
Die Uni Jena in den sozialen Medien:
Ausgezeichnet studieren:
  • Logo der Initiative "Total E-Quality"
  • Logo des Best Practice-Club "Familie in der Hochschule"
  • Logo des Projekts "Partnerhochschule des Spitzensports"
  • Qualitätssiegel der Stiftung Akkreditierungsrat - System akkreditiert
Zurück zum Seitenanfang