Schulauszeichnungen 2018

Preisverleihung der ausgezeichneten Ausbildungsschulen 2018

Mit der Einrichtung längerer Praxisphasen haben die Universitäten die Schulen in das Studium „von Anfang an“ einbezogen. Damit haben beide Einrichtungen die besondere Verantwortung übernommen, Konzepte der Verknüpfung von wissen-schaftlichen und praktischen Ausbildungsinhalten curricular zu entwickeln – so wie auch der Vorbereitungsdienst und die Berufseingangsphase. Zugleich werden die Schulen gegenüber den Universitäten „transparent“: Sie müssen ihre praktischen Konzepte auch unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten „auf den Prüfstand“ stellen lassen. Dies setzt bei den LehrerInnenkollegien zwar Selbstvertrauen und Bereitschaft zur Kooperation sowie zur Veränderung mancher „bewährter“ Routinen voraus, eröffnet aber den Studierenden des Lehramts schon im Studium praktisch-experimentelle Erfahrungsräume.

Um die öffentliche Aufmerksamkeit innerhalb und außerhalb der Schulen auf diesen Zusammenhang zu lenken, wird aus Mitteln des Stifterverbandes jährlich der Preis "Gute Ausbildungsschule" ausgelobt.

Für die Vergabe des Preises haben „Kenner der Szene" ein Vorschlagsrecht: Studierende im Praxissemester, das Prakti-kumsamt sowie die AG Praxissemester der Friedrich-Schiller-Universität und die Leitungen der Studienseminare bzw. der Seminarschulen. Die Benennung wird mit einer kurzen Laudatio versehen, in der aufgezeigt wird, wie die auszuzeichnenden Schulen ihre Ausbildungsfunktionen für das Praxissemester und für den Vorbereitungsdienst vorbildlich erfüllen.

Nach Auswahl durch eine Jury werden pro Ausschreibung bis zu fünf Preise à 1.000 € verliehen. Jede Schule erhält außerdem:

  1. eine von der Vizepräsidentin für Lehre und Studium der Universität Jena unterschriebene Urkunde,
  2. eine Ehrentafel, die die Schule als „Ausgezeichnete Praktikumsschule“ ausweist

Die Preise werden in der Regel jährlich bei der von der Friedrich-Schiller-Universität Jena und dem ThILLM jährlich veranstalteten „Netzwerktagung“ verliehen.

Die Preisträgerschulen werden gebeten, zur Dissemination ihrer guten Ausbildungspraxis einen Fortbildungsnachmittag für Kolleginnen und Kollegen aus ihrem Schulamtsbezirk zu veranstalten. Dafür können sie auf Antrag zusätzliche finanzielle Mittel erhalten.

Information

OTZ - 02. Juli 2018 "Mathematik durch Mausklick verbessern", Artikel hier.
Apolda Allgemeine - 22. August 2018 "Für vorbildliche Lehrerausbildung geehrte", Artikel hier.
Goetheschule Ilmenau - 14. August 2018 "Goetheschule bildet Lehrernachwuchs ... aus", Artikel hier.

Impressionen der Auszeichnung

Foto: Volkhard Paczulla, Apoldaer Allgemeine
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Preisträger 2018

Staatliches Lerchenberggymnasium Altenburg Inhalt einblenden

Die Leitidee des Lerchenberggymnasiums stammt von Aristoteles: „Es gibt Dinge, die wir lernen müssen, bevor wir sie tun können. Und wir lernen sie, indem wir sie tun“. An diesem Motto richtet die Schule nach eigenen Angaben das Lernen der Kinder und Jugendlichen aus. Dieses Leitbild trifft aber auch in besonderer Weise auf die Ausbildung von jungen Lehrkräften zu: Wissen ist die eine Grundlage für die Profession, aber erst die Erfahrung, die die Novizen in der Schulpraxis machen, und die kompetente Beratung vor Ort, eröffnen ihnen die Chance, das Wissen in das berufliche Können zu überführen.

Staatliche Regelschule "Pestalozzi" Apolda Inhalt einblenden

Ziel der Schule ist es, allen Lernenden optimale Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Praxisorientierte Wissensvermittlung, Projektarbeit und eine enge Zusammenarbeit mit Kooperationsbetrieben sind wichtige Bausteine, um den SchülerInnen der Pestalozzi-Schule das Erreichen dieser Ziele zu ermöglichen. Die Schule ist eingebunden in ein ESF-Schulförderprogramm (Europäischer Sozialfond) zur Senkung der Schulabbrecherquote. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Arbeit ist die Berufswahlvorbereitung. Gerade der professionelle Nachwuchs, die jungen Lehrkräfte, lernen, ihre Bemühungen in den Dienst gelingender Bildungsbiographien zu stellen und die Funktion der Schule als gesellschaftliche Chancenöffnerin nicht aus den Augen zu verlieren.

Staatliches Gymnasium "Goetheschule" Ilmenau Inhalt einblenden

Die Goetheschule hat ihren besonderen Schwerpunkt im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich, den sie institutionell in drei Schwerunkten umsetzt: Die Schule ist (1) ein staatliches Gymnasium, hält (2) ab Jahrgangsstufe 9 ein besonderes Angebot in Spezialklassen mit erhöhten Anforderungen bereit und beheimatet (3) das Regionalzentrum Südthüringen, ein Angebot an Korrespondenzzirkeln für mathematisch-naturwissenschaftlich-technisch begabte und interessierte SchülerInnen. Die inhaltliche Schwerpunktsetzung und ein weltoffenes pädagogisches Konzept schließen einander nicht aus: Als Ausbildungsschule für den professionellen Lehrkräftenachwuchs öffnet die Schule ihre Türen, unterbreitet vielseitige Angebote für die Planung und Gestaltung von Unterricht sowie für die Beratung der jungen KollegInnen.

Staatliches Gymnasium "Ernst-Abbe" Jena Inhalt einblenden

Das Ernst-Abbe-Gymnasium ist ein allgemeinbildendes Gymnasium mit einer mathematisch naturwissenschaftlichen Orientierung. Das Motto der Schule ist am Kürzel E-A-G orientiert und lautet:

E - Erfahrungen sammeln
A - Anforderungen bewältigen
G - Glücksmomente fühlen

Die Schule bringt damit zum Ausdruck, dass anspruchsvoller Unterricht und eine Orientierung am Kind und Jugendlichen kein Widerspruch sind. Gutes Lernen ist angewiesen auf Offenheit, Anspruch, Wertschätzung und Wohlbefinden. Schüler-Innen und Lehrkräfte profitieren von dieser Haltung. Für den LehrerInnennachwuchs ist das Ernst-Abbe-Gymnasium ein Erfahrungsraum, um diese pädagogische Grundorientierung zu erleben, zu verinnerlichen und in die eigene LehrerInnen-persönlichkeit zu integrieren.

Staatliches "Goethegymnasium" Weimar Inhalt einblenden

Das Goethegymnasium ist ein allgemeinbildendes staatliches Gymnasium. Das Leitbild ist am humanistischen Bildungsideal mit den entsprechenden erzieherischen Implikationen orientiert. Zugleich wird die moderne Orientierung der Schule sichtbar, denn neben einem für alle SchülerInnen verbindlichen Fächerkanon ermöglicht das Schulleben vielfältige Differenzierungen nach individuellen Neigungen. LehramtsnovizInnen werden offen aufgenommen. Das Kollegium empfindet den professionellen Nachwuchs als Bereicherung, der starke Impulse für die Schulentwicklung zwischen Profilstärkung und Erneuerung geben kann. Die Neugier auf die junge Lehrkräftegeneration ermöglicht einen partnerschaftlichen Umgang von erfahrenen und jungen KollegInnen. Insbesondere die NovizInnen wissen dies sehr zu schätzen.

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