PROFJL²

1. Jenaer Summer School Bildung:Demokratie

Wie viel Verfassung braucht der Lehrerberuf?
PROFJL²
Foto: Andi Weiland
Beginn
19. September 2019, 08:30 Uhr
Ende
19. September 2019, 16:30 Uhr
Veranstaltungsarten
Projekt
Fort- und Weiterbildung
Orte
Veranstalter
Ansprechpartner
Prof. Dr. Nils Berkemeyer
Telefon
+49 3641 9-45361
Prof. Dr. Michael May
Telefon
+49 3641 9-45490
Veranstaltungssprache
Deutsch
Barrierefrei
nein
Öffentlich
nein
Information

Für die Anmeldung zur Summer School melden Sie sich bitte unter Angabe Ihres vollständigen Namens, Ihrer Institution und der Workshopnummer bei folgender Mailadresse:

ladi@uni-jena.de

ERSTE JENAER SUMMER SCHOOL BILDUNG:DEMOKRATIE

Wie viel Verfassung braucht der Lehrerberuf?

Am 19. September 2019 findet die erste Jenaer Summer School >>Bildung:Demokratie<< statt. Die Summer School schafft ein Forum, in dem wissenschaftliche Auseinandersetzung auf zivilgesellschaftlichen Austausch verschiedener Akteure trifft.

Im Jahr des 100. Jubiläums der Weimarer Verfassung steht die Sum-mer School im Zeichen der Frage, wie viel Verfassung der Lehrberuf braucht. Welche Rolle spielt das Grundgesetz im Schulalltag? Welche Rolle sollte es spielen? Diese Fragen und die Annahme, dass Schule eine zentrale Institution einer demokratischen Gesellschaft ist, bilden den Rahmen der ersten Summer School „Bildung:Demokratie".

Das ausführliche Programm finden Sie hier [pdf 1011KB].

Workshops in der Übersicht

WORKSHOP 1 | STARKE LEHRER—STARKE SCHÜLER

Prof. Dr. Rico Behrens
Professur für Politische Bildung, KU Eichstätt-Ingolstadt

Kurzbeschreibung folgt

WORKSHOP 2 | HATE SPEECH ALS HERAUSFORDERUNG FÜR SCHULE UND UNTERRICHT

Prof. Dr. Michael May
Professur für Didaktik der Politik,
Direktoriumsmitglied KomRex, FSU Jena

Verunglimpfung und Hetze gegenüber Andersdenkenden und bestimmten gesellschaftlichen Gruppen nehmen mittlerweile einen größeren Stellenwert in Politik und Öffentlichkeit der Bundesrepublik ein. Der Tonfall hat sich deutlich gewandelt. Dies macht auch vor Schule und Un-terricht nicht halt. Der Workshop verfolgt das Ziel, das Phänomen Hate Speech näher zu bestimmen sowie pädagogisch angemessene Interventionsstrategien in Situationen des Aufkommens von Hate Speech zu diskutieren. Dabei wird die These vertreten, dass die mikrosoziale Spezifik von Interaktionen, in denen Hate Speech in Schule oder Unterricht zum Vorschein kommt, entscheidend für pädagogisches Handeln ist.

WORKSHOP 3 | DEMOKRATIEENTWICKLUNG IN SCHULEN

Dorothea Schütze
I.D.E. Berlin

In diesem Workshop geht es um mögliche Veränderungs-prozesse in Schulen, die eine Demokratische Schulkultur entwickeln bzw. bisherige Gelegenheiten zum Demokratielernen und -leben ausbauen wollen.
Nach einem gemeinsamen Einstieg zum Verständnis von „Demokratischer Schulkultur“ lernen die Teilnehmenden das Konzept der „Demokratischen Schulentwicklung“ kennen.
Mit diesem Schulentwicklungsansatz werden positive Demokratieerlebnisse ermöglicht und gemeinsam demokratische Umgangsweisen für den Schulalltag entwickelt und kultiviert. Wesentlich bei diesem Ansatz ist, dass alle schulischen Akteure (Pädagog/innen, Schüler/innen, Eltern und ggf. externe Partner) je nach Anlass und Zielen an diesen Entwicklungen mitwirken, ihre jeweiligen Inte-ressen, Bedürfnisse und Potenziale einbringen und ge-meinsam lernen.
Impulse und Praxisbeispiele werden durch kurze Übungen und Reflexionsphasen im Workshop vertieft.

WORKSHOP 4 | SCHÜLERBETEILIGUNG IM UNTERRICHT—EIN BEITRAG ZUM DEMOKRATIEERLEBEN?

Prof. Dr. Alexander Gröschner, Dr. Dennis Hauk
Lehrstuhl für Schulpädagogik und Unterrichtsforschung,
FSU Jena

Die Schule als demokratische Institution bietet auf verschiedenen Ebenen zahlreiche Partizipationsräume und Mitbestimmungsmöglichkeiten für Schüler/innen. Die Schülerbeteiligung an Lehr-Lernprozessen im Unterricht wird traditionell jedoch eher weniger dazu gerechnet.
Im Workshop werden Grundformen der Schülerbeteiligung aufgezeigt und diskutiert, die das Demokratieerleben der Schülerinnen und Schüler im Unterricht fördern.
Es werden dabei sowohl sprachliche Interaktionsformen als auch didaktisch-methodische Ansätze präsentiert. Im Anschluss sollen Herausforderungen für die Gestaltung der Unterrichtspraxis und mögliche Konsequenzen für das schulische Umfeld mit den Teilnehmer/innen des Workshops diskutiert werden.

WORKSHOP 5 | BEST PRACTICE—DEMOKRATISCH HANDELNDE SCHULEN

Dr. Wolfgang Beutel
Demokratisch Handeln e.V., Jena

Kurzbeschreibung folgt

WORKSHOP 6 | SCHULSYSTEM UND BILDUNG IN DEN USA: EIN VERGLEICH

Prof. Dr. Laurenz Volkmann
Professur für Fachdidaktik Englisch, FSU Jena

In diesem Workshop wollen wir die deutschen und USamerikanischen Bildungssysteme im Vergleich besprechen. Besondere Beachtung gilt dabei den Strukturen und Praktiken der schulischen Ausbildung  und Erziehung. Interessant und aufschlussreich ist vor allem der Vergleich mit den in sich sehr konträren, durch die amerikanische Verfassung vorgegebenen Bildungszielen der USA: Die
Schaffung einer sinnstiftenden nationalen Identität einerseits ("homo americanus"), die Betonung von höchst kompetitivem Individualismus andererseits ("rugged individualism"). Die vergleichende Perspektive soll medial unterstützt werden, u.a. mit Ausschnitten aus einem Dokumentarfilmzum amerikanischen Schulsystem.


WORKSHOP 7 | PARTIZIPATIVE PRAKTIKEN AN DEMOKRATISCHEN SCHULEN

Michael Retzar
Arbeitsbereichs Schulforschung und Schulentwicklung,
Philips-Universität Marburg

Im Rahmen des Workshops wird vor dem Hintergrund eines aktuellen Forschungsprojekts die Frage aufgeworfen, welche Prozesse und Praktiken sich im konkreten Alltag von Schulen mit  demokratischem Schulprofil beobachten lassen. In Schulen mit einem explizit demokratiebezogenen
Profil kommen unter anderem konfliktreiche Schulentwicklungspraktiken zum Einsatz, zumal Anliegen
und Strukturen der Mitbestimmung in den Mittelpunkt der schulöffentlichen Aufmerksamkeit rücken und zumal kontinuierlich Machfragen provoziert werden. Der Workshop bietet einen Einblick in das Spektrum sozialer Praktiken in schulischen Partizipationsarenen sowie im Unterricht konkreter demokratischer Schulen und es werden problematische Entwicklungen beleuchtet, die infolge eines solchen Schulprofils begünstigt werden.

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