Eingangspraktikum

Erste Pädagogische Erfahrungen sammeln.

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena fordert seit der Einführung des Jenaer Modells im Jahr 2007 von angehenden Lehramtsstudierenden, in einem 320 Stunden umfassenden Eingangspraktikum einen pädagogischen Bezug zu Kindern und Jugendlichen aufzubauen. Auf diese Weise sollen sie ganz praktisch erfahren, welche Aufgaben und Pflichten ein Erwachsener hat, der erzieherische (Teil-)Verantwortung für Kinder oder Jugendliche übernimmt und einen Eindruck der Anforderungen an ihren Wunschberuf bekommen. und einen Eindruck der Anforderungen an ihren Wunschberuf bekommen. Das Eingangspraktikum soll hierbei als Selbsterprobung, nicht als Eignungsprüfung dienen.

Fragen zum Praktikum selbst und zum Praktikumsplatz

Dauer und Ziel des Praktikums Inhalt einblenden

Insgesamt müssen 320 Stunden (ca. 8 Wochen) pädagogischer Arbeit abgeleistet werden. Das Praktikum dient der Selbstüberprüfung im Zusammenhang mit der Aufnahme eines pädagogisch orientierten Studiums. Aufgabe und Ziel ist es, angehende Lehramtsstudierende zu befähigen, einen pädagogischen Bezug zu Kindern und Jugendlichen zwischen 3 und 18 Jahren aufzubauen und über den Praktikumszeitraum aufrecht zu erhalten.

Geeignete Tätigkeiten Inhalt einblenden

Geeignete Praktikumstätigkeiten sind z.B.:

  • von Schulen oder Institutionen organisierter Nachhilfeunterricht,
  • die Betreuung von Kindern und Jugendgruppen in Vereinen oder sonstigen Einrichtungen,
  • die Betreuung von Ferienfreizeiten (Bitte beachten Sie, dass hierbei auch bei einer ganztägigen Betreuung maximal 14 Stunden pro Tag anerkannt werden können.),
  • die Arbeit in Kindergärten und Horten,
  • die pädagogische Betreuung von Kindern in Krankenhäusern,
  • u. ä.

Als Eingangspraktikum wird jede Art der pädagogischen Tätigkeit und des Umgangs mit Kindern und Jugendlichen von 3 bis 18 Jahre anerkannt, soweit dieses von dritter Seite über die tatsächlich geleisteten Stunden bestätigt wird. Das Praktikum soll nicht länger als 5 Jahre zurückliegen.

Reine Hospitationsstunden können aufgrund der fehlenden eigenen pädagogischen Tätigkeit nicht angerechnet werden.

Suche des Praktikumsplatzes Inhalt einblenden

In der Regel sind (angehende) Studierende dazu angehalten, sich Praktikumsplätze selbst zu suchen. Das Praktikumsamt für Lehrämter der Friedrich-Schiller-Universität in Jena kann jedoch in Einzelfällen behilflich sein. Aktuelle Angebote von Institutionen werden am Schwarzen Brett vor den Büroräumen des Praktikumsamtes am Planetarium 4 ausgehängt. Außerdem bemüht sich das Referat für Lehrämter des Studierendenrates aktuelle Angebote für Praktika zu verteilen.

Praktikum in mehreren Institutionen Inhalt einblenden

Die 320 Praktikumsstunden können flexibel aufgeteilt werden. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob diese gleichmäßig verteilt (z.B. 2x 180 Stunden) oder in einer Institution mehr Stunden als in einer anderen (z.B. 280 Stunden + 40 Stunden) abgeleistet werden. Wichtig ist hierbei, dass von jeder Praktikumsstelle eine entsprechende Bescheinigung (Mustervorlage [pdf 38KB]) ausgestellt wird.

Beachtet werden sollte bei einer Aufteilung der Stunden jedoch, dass die zeitliche Dauer an einer Einzelinstitution wirklich ausreichend ist, um einen pädagogischen Bezug zu den Kindern und Jugendlichen herzustellen.

Fragen zum Praktikumsbericht und den Nachweisen

Form der Nachweise Inhalt einblenden

Für die Bestätigung der geleisteten Stunden zum Eingangspraktikum kann diese Vorlage verwendet werden. Die Praktikumseinrichtung kann die Datei bei Bedarf direkt in ihren individuellen Briefkopf einbinden oder darauf ausdrucken.

Sollte nicht diese Vorlage verwendet werden, ist darauf zu achten, dass die Bescheinigung folgende Angaben enthält:

  •      den vollständigen Namen der PraktikantIn,
  •      den Zeitraum und den Umfang der geleisteten Stunden,
  •      die Art der Tätigkeit (Welche Aufgaben wurden übernommen?),
  •      sowie eine Unterschrift, einen Stempel, o.ä. der Institution.
Form und Umfang des Berichts Inhalt einblenden

Der Praktikumsbericht sollte den Umfang einer A4-Seite haben (Schriftart: Arial, Schriftgröße 11; Zeilenabstand: 1,5; automatische Silbentrennung; Blocksatz). Wichtiger noch als quantitative Vorgaben ist allerdings die Qualität des Berichts. Oberflächlich formulierte Aussagen und das Verfallen in endlose Ausschweifungen sollten vermieden werden.

Inhalt des Berichts Inhalt einblenden

Der Bericht soll zum Ausdruck bringen, dass sich während des 320-stündigen Praktikums damit auseinandergesetzt wurde, ob dem Studierenden der pädagogische Umgang mit Kindern und Jugendlichen liegt. Insofern gibt es hier auch keine "richtigen" oder "falschen" Aussagen. Nicht gefordert ist, dass sich nach dem Praktikum der/die Studierende schon vollends im Klaren darüber ist, ob letztlich LehrerIn die passende Berufswahl ist. Die kritische Reflexion des Erlebten steht im Vordergrund.

Die folgenden Reflexionsfragen können bei der Formulierung des Berichts helfen, müssen und sollen aber keineswegs "abgearbeitet" werden. Gerne können eigene Schwerpunkte eingebracht werden.

  • Welche Erlebnisse haben mich besonders geprägt? Warum?
  • Welche pädagogischen Erfahrungen im Umgang mit den Kindern und Jugendlichen fand ich besonders interessant/herausfordernd?
  • Wie hat sich mein Blick auf das Berufsfeld verändert? (z.B. welche Aufgaben sind schwerer, als sie aus SchülerInnenperspektive aussehen?)
  • Welche meiner Persönlichkeitsmerkmale von mir wurden im Eingangspraktikum besonders gefordert? Welche waren besonders nützlich? Wo muss ich mich noch weiterentwickeln?
  • Wie gestaltete sich der Umgang mit KollegInnen?
  • Wie habe ich die Rahmenbedingungen der Institution erlebt (räumliche, sächliche und v.a. personelle Kapazitäten)?

Häufige Fehler (Auswahl)

  • Oberflächlichkeit: Es reicht bspw. nicht aus, nur zu beschreiben, in welcher Institution das Praktikum absolviert wurde und dass dieses viel Spaß bereitet hat. Die pädagogische Reflexion darf auf keinen Fall zu kurz kommen und ist wichtiger als formale Angaben (diese gehen aus den Bescheinigungen hervor).
  • Nacherzählungen: Tagebuchartige Wiedergabe von Informationen nach dem Motto: "Am ersten Tag habe ich das gemacht, am zweiten Tag habe ich jenes erledigt" usw. sollten vermieden werden. Stattdessen sollte der Fokus auf konkreten Aufgaben oder Erlebnisse, aus denen persönliche Rückschlüsse gezogen werden konnten liegen.
  • Formale Unzulänglichkeiten: Eine einwandfreie Rechtschreibung/Grammatik wird ebenso vorausgesetzt wie eine saubere Formatierung des Textes (vgl. Anforderungen zur Form). Ferner sollte sich um einen angemessenen Ausdruck bemüht werden.
Anzahl der Berichte bei mehreren Institutionen Inhalt einblenden

Der Gesamtumfang des Berichts (aktuell eine A4 Seite) erhöht sich nicht, wenn das Praktikum in mehreren Institutionen absolviert wurde. Versuchen Sie den Umfang beizubehalten, indem Sie sich nur auf die Besonderheiten jeder Institution konzentrieren. Darüber hinaus ist es auch möglich, ähnliche Erfahrungen, die in mehreren Institutionen gesammelt wurden, zu generalisieren. Natürlich kann auch auf interessante Unterschiede zwischen den Einrichtungen hingewiesen werden. Wichtig ist in jedem Fall, dass Sie sich persönliche Schwerpunkte setzen.

Abgabemodalitäten Inhalt einblenden

Abgabefrist

Es ist wichtig,  das Eingangspraktikum bis zum 31.08. des Jahres, in dem das Praxissemster angemeldet wird (in der Regel zu beginn des 3. Semesters), bei uns einzureichen, damit eine Bearbeitung bis zur Anmeldung des Praxissemesters im Oktober (jährlich 15.-31.10.) gewährleistet werden kann. Sollten die 320 h zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig vorliegen, gibt es die Möglichkeit bis spätestens 31.10. des Anmeldejahres mindestens 240 h sowie eine Bestätigung der Einrichtung, bei der die restlichen Stunden bis 31.03. des Folgejahres absolviert werden können, vorzulegen.

Wir empfehlen generell, das Praktikum so früh wie möglich - optimaler Weise vor Studienbeginn - zu absolvieren, um nicht in Konflikt mit in der vorlesungsfreien Zeit anstehenden Prüfungsleisten (Klausuren, Hausarbeiten, Laborpraktika) oder sonstigen Tätigkeiten (Ferienjobs, Urlaub, etc.) zu geraten.

Zu beachten ist, dass die Abgabe des Eingangspraktikums nach dem 31.08. auch insofern zu Problemen bei der Anmeldung zum Praxissemester führen kann, wenn die Tätigkeit vom Praktikumsamt nicht anerkannt oder eine Nacharbeitung des Berichts fällig wird. Es besteht dann keine Möglichkeit mehr, die nicht anerkannten Stunden rechtzeitig nachzuholen, so dass eine Anmeldung zum Praxissemester in dem aktuellen Turnus nicht - bzw. nur auf der Warte-/Nachrückliste möglich ist.

Wo muss das Praktikum abgegeben werden?

Der Praktikumsbericht und die dazugehörigen Nachweise können entweder persönlich zu den Sprechzeiten im Praktikumsamt für Lehrämter, Am Planetarium 4, Zimmer 114 bei Carolin Barthel abgeben, per E-Mail versandt oder in einen Briefkasten eingeworfen werden. Ein solcher befindet sich vor dem Gebäude oder in der 3. Etage des Instituts für Erziehungswissenschaften (Aufschrift "Zentrum für Lehrerbildung", unten links).

Der Bericht inklusive der Nachweise in Kopie muss mit Namen, Matrikel-Nr. und  E-Mail-Adresse versehen sein.

Rückmeldung und Darstellung in Friedolin Inhalt einblenden

Sobald das Eingangspraktikum anerkannt ist, wird dieses in Friedolin in der Notenübersicht unter "sonstige studienbezogene Leistungen" (ganz unten) als "anerkannt" verbucht. Ein Schein wird nicht ausgestellt. Studierende im 1. Fachsemester beider Fächer sehen das verbuchte Eingangspraktikum in der Notenübersicht zum Teil erst, wenn eine Note in einem Modul verbucht wurde.

Es ist zubeachten, dass die Bearbeitung bis zu vier Wochen Zeit in Anspruch nehmen kann. Da die Berichte von Abgeordneten LehrerInnen aus dem Schuldienst gelesen werden, kann es insbesondere in den Ferienzeiten zu längeren Bearbeitungszeiten kommen. Bitte sehen Sie deshalb davon ab, sich frühzeitig nach dem Bearbeitungsstand zu erkundigen.

Sie erhalten von uns eine E-Mail, sollten Ihr Bericht oder die Nachweise überarbeitungsbedürftig sein.

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