19. Juni 2019 - Abschluss Ausbildung der Ausbilder

Präsentationen aus der Curricula-Werkstatt

Meldung vom: 20. Juni 2019, 14:00 Uhr | Verfasser/in: Peter Starke

Abschlusstagung des 4. Zyklus der Ausbildung der Ausbilder (AUAU)

Wie können strukturierte Beratungsgespräche von fachbegleitenden Lehrern/innen mit Studierenden im Praxissemester geführt werden? Wie lässt sich Unterrichtsdiagnostik in der Beratung nutzen? Und fachspezifisch gefragt: Wie kann ein urteilssensibler Geschichtsunterricht konzipiert und im Beratungsgespräch kriteriengeleitet ausgewertet werden? Diesen und anderen spannenden Fragen gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Abschlusstagung des 4. Zyklus der Ausbildung der Ausbilder (AUAU) am Mittwoch, dem 19. Juni 2019, im ‚Kleinen Rosensaal‘ der Universität Jena nach. Dabei wurden erste Ergebnisse der Entwicklung von Disseminationsbausteinen präsentiert.

Aus Sicht der allgemeinen Didaktik standen dabei vor allem die strukturierte, erfahrungsbasierte Beratung sowie die evidenzbasierte, auf Unterrichtsdiagnostik gestützte Beratung von Studierenden im Mittelpunkt. Hierfür stellte das Team um Karin Kleinespel und Florian Hesse zwei Curriculumbausteine vor, die in Zusammenarbeit mit fünf Thüringer Lehrern/innen sowie Studierenden entwickelt worden sind. Unter einem Curriculumbaustein kann man sich dabei einen digitalen Materialkoffer vorstellen, der zu den jeweiligen Themen eine Präsentation, Film- und Arbeitsmaterial sowie Begleithefte für die Teilnehmer/innen enthält. Die Entwicklung des letzten Moduls, das sich mit der allgemeindidaktischen Ko-Konstruktion befasst, steht noch aus. Wie die Arbeitsgruppe erläuterte, sollen sowohl Alumni des Projekts AUAU als auch zukünftig ausgebildete Lehrkräfte die Curriculumbausteine in Lehrer/innenfortbildungen nutzen können.

Aus fachdidaktischer Perspektive stellte das Team um Anke John (Fachdidaktik Geschichte) ein Beratungsmodell für einen urteilssensiblen Geschichtsunterricht vor. Dieses Modell, das von Lehrkräften und Studierenden gemeinsam konzipiert worden ist, ist so angelegt, dass es in seiner Doppelfunktion Unterrichtsplanung und -auswertung bedient. Ausgangspunkt ist dabei die Urteilsbildung der Schüler/innen. Ausgehend von ihr sind Bildungsabsicht, Narration, Quellenauswahl und Lern- und Lehrmethoden zu bearbeiten. Das Beratungsmodell wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern anschaulich am Beispiel eines Unterrichtsentwurfes von der Studierenden Melanie Ehrhardt zum Thema Kriegspropaganda präsentiert, indem die Lehrerinnen Katrin Salzmann und Claudia Bargfeld mit ihr auf Basis des Modells ein mögliches Beratungsgespräch simulierten. Die fachdidaktischen Konzeptionsüberlegungen zum Modell erläuterte der Studierende Elias Jakob Kotzem.

Der letzte Programmpunkt bot den rund 40 Teilnehmenden, die in verschiedenen Rollen in der Schule an Ausbildungsprozessen beteiligt sind, die Möglichkeit, miteinander in den Dialog zu treten und sich bezüglich der Frage auszutauschen, wie die Perspektiven von allgemeiner Didaktik und Fachdidaktik im Rahmen des Projekts noch besser vernetzt werden können. Die Arbeitsergebnisse wurden anschließend im Plenum gesammelt und diskutiert und haben fruchtbare Anstöße für die weitere Zusammenarbeit im Projekt gegeben.

Zum Abschluss der Veranstaltung dankte Karin Kleinespel stellvertretend für das AUAU-Team Andrea Baldauf, Petra Bauerschmidt, Claudia Bargfeld, Matthias Grün, Beate Hertel, Verena Luther, Katrin Salzmann sowie Sylke Schiller für ihre Mitarbeit am vierten Zyklus des Projekts.

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