Bildungsforschung

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Forschende Wissenschaft braucht Lehre – nicht nur um ihren eigenen Nachwuchs heranzubilden – sondern auch um in der Gesellschaft verstanden und wertgeschätzt zu werden.

Moderne Forschung, ihre Verfahren und ihre Ergebnisse, vermitteln sich nicht von selbst - sie müssen bewusst in die Gesellschaft hineingetragen und auch für NichtwissenschaftlerInnen verständlich gemacht werden. Mehr noch: Das gesellschaftliche Verständnis und die Wertschätzung von Wissenschaft muss immer wieder neu, systematisch und über längere Zeiträume hinweg angebahnt werden, damit ein ständiges Bewusstsein für den Bedarf an Forschung in modernen Gesellschaften erhalten bleibt.

Die klassische Profession, die mit dieser Aufgabe betraut ist, ist die Profession der LehrerInnen. Der Lehramtsstudiengang ist, nach dem der Mediziner, der zweitgrößte an unserer Universität. In seinen verschiedene Varianten partizipieren Studierende – forschend und lernend – an der Erzeugung wissenschaftlichen Wissens, um aus erster Hand ein tiefes Verständnis von ihrer fachlichen Domäne zu erlangen. Eine Voraussetzung, um dieses wirkungsvoll und adressatengerecht an die nächste und übernächste – heute auch an die eigene – Generation weiterzugeben.

Der LehrerInnenberuf ist also ein klassischer Transferberuf. Die auf diesen bezogene Forschung ist folglich weitgehend Transferforschung – weniger neugiergetrieben als problembezogen. In den vergangenen 30 Jahren wurde durch groß angelegte wissenschaftliche Vergleichsstudien gezeigt, dass es beim Transfer wissenschaftlichen Wissens von der Hochschule in die Schulen nicht um das „Packen kleiner curricularer Päckchen“ geht, sondern um die Tiefe und Breite des fachwissenschaftlichen, fachdidaktischen und unterrichtswissenschaftlichen Verstehens. Eine evidenzbasierte, d.h. eine an den Verfahren und Ergebnissen rekonstruktiv-qualitativer und empirisch-quantitativer Forschung orientierte, Lehrerbildung führt ebenso zu belegbaren positiven Wirkungen auf das (kognitive) Lernen von SchülerInnen ebenso wie auf das (kognitive) Lernen von Lehrkräften – seien es ExpertInnen oder NovizInnen ihrer Profession.

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